Nicht nur im Alltag gibt es Situationen, die in uns Ärger auslösen. Schauen wir uns das doch mal genauer an:

Es gibt genügend Situationen, die uns innerlich aufregen, uns aus der Bahn werfen und uns auf Dauer sogar krank machen können, sowie vorhandene Krankheiten schüren. Haben die Kinder wieder ihre Klamotten im Haus verstreut, wie in einer Modeboutique nach einer Anprobe oder der Partner lässt alles stehen und liegen was er benutzt bis hin, dass der Müll überquillt und sich keiner dafür verantwortlich fühlt. Dies lässt sich auch auf den Arbeitsalltag und auf alle Situationen adaptieren, bei denen sich Menschen begegnen sowie auf uns selbst. Ja richtig, auch das. Wir sind unser größter Kritiker und natürlich können wir uns auch über uns selbst ärgern. Immer dann, wenn wir selbst etwas entgegen unserer Vorstellung getan, erreicht haben oder unser Gegenüber nicht nach unseren Vorstellungen handelt, ist innerlicher Ärger vorprogrammiert.

Was gibt es für Möglichkeiten damit umgehen?

Erst einmal sollte uns klar werden, dass wir das Handeln anderer Menschen nicht beeinflussen können, ebenso wenig, wie wir diese verändern können. Was wir dennoch verändern können, ist unsere eigene Sicht auf die Dinge.

Tipp 1 – Gelassenheit

Somit ist der erste Tipp Gelassenheit. Reagieren Sie nicht sofort, sondern atmen Sie erst einmal tief durch. Das bringt die Gedanken zur Ruhe, so dass Sie nicht gleich in die Luft gehen müssen, sondern vielleicht mit Hilfe der verbalen Kommunikation Wege finden können. Diese Entspannung wirkt sich sehr positiv auf Ihre Gesundheit aus, da weniger Stresshormone ausgeschüttet werden. Und die machen ja bekanntlich krank und lassen die Haut schneller altern. Gerade Krebserkrankten empfehlen wir, sich in Gelassenheit zu üben, um Ihren Körper nicht unnütz zu beanspruchen. Wie alles im Leben, kann Gelassenheit erlernt werden.

Tipp 2 – Den Ärger verschieben

Wenn Sie sich ärgern, versuchen Sie mal auf die Uhr zu schauen und wenn Ihnen das gelingt, dann können Sie auch den nächsten Schritt tun. Nämlich zu sich zu sagen: „Ok, wir haben es jetzt (z.B.) 14 Uhr. Ich werde mich um 18 Uhr ärgern, jetzt habe ich Besseres zu tun.“ Sie verschieben lediglich den Ärger nach hinten und gehen Ihren gewöhnlichen Tätigkeiten nach. Das klingt erst einmal komisch, funktioniert aber prima, denn um 18 Uhr ist Ihr Ärgern gar nicht mehr so schlimm und Sie haben den Grund wahrscheinlich schon vergessen. Oftmals sind es nur ganz kleine unbedeutende Dinge, die uns vermeintlich aus der Bahn werfen, die aber gar nicht wichtig sind.

Tipp 3 – Was ist jetzt förderlich für mein Ziel?

Ein weiterer Tipp kann für Sie sein, dass Sie sich Ihr Ziel vor Augen halten und wenn das ärgerliche Gefühl kommt, sich selbst zu fragen, was bringt mich jetzt weiter, näher zu meinem Ziel. Gerade als Krebserkrankte/r ist es wichtig, sich immer wieder die Frage zu stellen: „Was ist für mich und meine Gesundheit jetzt förderlich?“ denn dabei werden schon viele kleine Ärgereien verschwinden. Hier mögen Sie jetzt sagen: „Ha, wenn ich einmal auf 180 bin, dann geht gar nichts mehr!“ Und dazu folgt der vierte Tipp:

Tipp 4 – STOP sagen

Sagen Sie in einer brenzligen Situation > Stop <. Geben Sie sich Zeit und äußern Sie das auch. Entweder mit: „Ich brauch 5 Minuten um darüber nachzudenken.“ oder „Ich muss kurz auf die Toilette, dann reden wir weiter.“ und jetzt ziehen Sie sich zurück, wo Sie keiner sieht und beginnen zu lächeln. Das mag sich in den ersten Sekunden völlig bescheuert anfühlen, denn Sie sind ja gerade in Rage und machen einfach nur eine Grimasse. Halten Sie durch, denn diese Bewegung aktiviert Muskeln, die wiederum dem Gehirn sagen, dass sich jetzt gefreut wird und dieses wiederum Glücks- sowie Zufriedenheitshormone ausschüttet. Natürlich dauert dieser Vorgang ein wenig, deshalb bitte 60 Sekunden grinsen so gut es geht. Sie werden merken, dass Sie nach dieser Zeit wieder klar denken können um eine Lösung zu finden.

Tipp 5 – Herausforderungen erkennen

In unserem letzten Tipp geht es darum solche Situationen nicht als Problem zu sehen. Versuchen Sie es mal mit: „Das ist ja spannend“ oder „Das ist ja faszinierend“ oder „Das ist eine Herausforderung“. Dinge die uns passieren brauchen oft nur eine Lösung und um die zu finden, bedarf es einen klaren Kopf. Wir helfen Ihnen dabei, eine Lösung für Sie zu finden in unseren Coachings oder Ausbildungsangeboten – profitieren Sie von unseren 20 jährigen Praxis- und Klinikerfahrungen mit über 3000 Patienten.

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Frühjahr/Sommer: 06. bis 10. Juni. und 11. bis 15. Juli 2016
Herbst: 10. bis 14. Oktober und 14. bis 18. November 2016

Jeweils Montag 9.00 Uhr bis Freitag ca. 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: Kloster Abtei Kirchschletten in 96199 Zapfendorf

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Die Ausbildung hat durchaus Zukunftscharakter. Da die WHO in ihrem Krebsbericht prognostiziert, dass in den nächsten Jahren die Krebsrate um 40 % steigen wird, ist der Bedarf groß, wird immer größer und wer möchte nicht gerne einen Beruf ausüben, indem er einen entscheidenden Beitrag zur Genesung anderer leistet und sie auf Ihrem Weg begleitet.

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