„Nein, ich bekam keine psychoonkologische Beratung angeboten!“ So oder ähnlich hören wir leider immer wieder unsere Patienten berichten.

Nur in großen Behandlungszentren werden den Patienten psychoonkologische Angebote offeriert. Aber auch hier kommt es darauf an, wie der Behandler selbst hinter diesen psychischen Ansätzen steht. Wenn der Patient erst einmal zögert, da er „ja keinen an der Klatsche hat“, wird eine wichtige Chance zur Genesungsunterstützung vertan.

Seit Anfang 2014 gibt es eine Leitlinie, die allen Krebspatienten eine psychoonkologische Unterstützung empfiehlt. Leider wird sie immer noch viel zu wenig umgesetzt, warscheinlich auch deswegen, weil es zu wenige Menschen gibt, die eine solche Beratung anbieten können. Unser dringliches Ziel ist es, gerade auch im Anblick von immer steigenden Erkrankungszahlen, interessierte Menschen, seien es Fachleute oder Laien, zu befähigen, eine Beratung anzubieten, die ganzheitlich, genesungsförderlich und hilfreich für die Patienten sein soll.

Zur Leitlinie – Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung

Falls Sie selbst betroffen von einer Krebserkrankung sein sollten, dann empfehlen wir Ihnen die Lektüre der Patientenleitlinie zu Ihrer speziellen Krebserkrankung (unter dem Stichwort: Krebserkrankungen). Leider ist in diesen Leitlinien das Thema Psychoonkologie nur sehr knapp gehalten. Wir werden uns dafür einsetzen, dass in den nächsten Jahren, bei der Überarbeitung dieser Broschüren, auf die Wichtigkeit der psychoonkologischen Beratung mehr eingegangen wird!

Zur Patientenleitlinie

Beachten Sie auch unseren Blogbeitrag:

Psychoonkologische Beratung von Anfang an!