Wie Du auf Deiner Website kundenorientiert kommunizierst, um potentielle Interessenten zu erreichen!

Die Website wird auch für psychoonkologische Berater immer wichtiger. Viele an Krebs Erkrankte suchen nach Informationen im Internet. Bei Erkrankten im hohen Alter übernehmen das meistens jedoch die Angehörigen. Dabei ist der erste Eindruck ausschlaggebend. Deshalb hier ein paar wichtige Punkte, um konkret zu kommunizieren:

1. Startseite

Ihre Startseite sollte einfach und klar strukturiert aufgebaut sein. Es empfiehlt sich ein Bild von Ihnen zu zeigen, damit der Suchende einen Eindruck von Eurer Person erhält. Deshalb sollte es auch ein aktuelles Foto sein, evt. auch direkt in der Beratungspraxis. Das Thema „Krebserkrankung“ ist ein sehr persönliches und der Interessent will wissen, wer diese Person ist, der ich mich anvertrauen kann. Die klare Struktur gibt auch schon Auskunft darüber, wie Sie arbeiten!

2. Lösungsorientierung

Welche Lösung bieten Sie Ihren Klienten an..? Diese Frage sollte direkt auf der Startseite präsentiert werden und zwar so kurz wie möglich.

Ein Beispiel, wenn Sie sich speziell auf das Thema Ängste konzentrieren: „Wie Du Deine Angst in den Griff bekommen kannst und wieder glücklich durchs Leben gehst! oder „Wie Du Deine Ängste bewältigen kannst und ein freies selbstbestimmtes Leben führst!“ Diese Beispiele zeigen, dass das Problem und die Lösung in einem Satz kombiniert werden können und somit sehr schnell klar wird, was Sie machen und vor allem, wie Sie beratend unterstützen können! Achten Sie bitte darauf keine Heilversprechen zu machen!

3. Texte

In allen Texten Ihrer Website sollten Sie immer das Problem Ihrer Klienten darstellen (A) und wie der Klient mit Ihrer Hilfe zum gewünschten Ergebnis kommt (B) – den Weg von A nach B aufzeigen, damit der Interessent sich mit dem Angebot identifizieren kann.

Das Wie? ist entscheidend!
Wie wollen Sie die Lösung umsetzen? Was machen Sie mit Ihren Klienten? Welche Tools sind ganz speziell oder auf was haben Sie sich spezialisiert?

5. Facebook

Verlinken Sie Ihre Website mit Ihrem Facebook-Profil und schreiben Sie, dass Interessenten hier grundlegende Informationen zu der Krankheit bekommen und viele Tipps im Umgang mit der Krankheit.
Dann allerdings sollten Sie Ihre Facebook-Seite auch pflegen – die Kontinuität macht es !!!
Also suchen Sie sich einen Rhythmus aus (zB einmal die Woche oder einmal am Tag einen Post über Ihr spezielles Thema oder ein Bild von Ihnen und dazu ein Zitat) und dann bleiben Sie dran – welchen Rhythmus entscheiden Sie!

6. Ihre Beschreibung

Sicherlich ist es auch wichtig welche Zertifikate Sie haben, dennoch ist es viel wichtiger zu kommunizieren wozu diese gut sind? Wie viele Klienten kennen die Fachbegriffe und wissen, was dahinter steht? Schreiben Sie lieber was Sie sich zur Aufgabe gemacht haben und warum?
Verbinden Sie das mit dem lösungsorientierten Ansatz aus Punkt 2. Welchen Menschen wollen Sie helfen und warum? Welche Probleme können Sie wie lösen?

Wenn es um Krankheiten geht, müssen wir uns vor Augen halten, dass das immer etwas sehr persönliches ist. Der Klient will einem authentischen offenen Menschen begegnen, will sich abgeholt und gut aufgehoben fühlen. Deshalb ist auch sehr interessant welches Ereignis oder welcher Weg Sie dorthin gebracht hat? Das macht authentisch und Sie begegnen dem Klienten als Mensch.

7. Die Aufforderung zur Tat

Am Ende der jeweiligen Seite können Sie Ihre Interessenten anleiten, den nächsten Schritt zu gehen.
Nämlich Sie anzurufen und einen Erstgespräch vereinbaren.

z.B.: „Ich freue mich, Sie persönlich kennen zu lernen! Rufen Sie mich jetzt an!“ oder „Kontaktieren Sie mich!“ Verlinken Sie diese Aussagen mit Ihrer Kontaktseite. Machen Sie es dem Interessenten so leicht wie möglich.

8. Blog

Einen Blog zu führen ist für einen Vertrauensaufbau umgänglich. Geben Sie hier Informationen, die den Betroffenen helfen können. Sparen Sie dabei nicht mit Ihrem Wissen! Wenn der Interessent merkt, dass Sie sehr kompetent sind und zahlreiche Tipps zur Verfügung stellen, wird er garantiert zu Ihnen kommen.

Beachten Sie: Verwenden Sie Begriffe, die von Ihrer Zielgruppe verstanden werden! Mit schönen Fachbegriffen glänzen zu wollen ist weniger hilfreich, wenn der Autonormalverbraucher sie nicht versteht! Umschreiben Sie stattdessen, was Sie meinen und wie genau das in Ihren Beratungen Anwendung findet. (gerne auch an Praxisbeispielen mit anonymen Angaben)

9. Impressum

Folgende Pflichtangaben müssen in einem Impressum enthalten sein

In § 5 TMG ist geregelt, welche Pflichtangaben das Impressum einer Website enthalten muss, um der gesetzlichen Informationspflicht zu genügen. Anzugeben sind:

A – Name und Anschrift des Anbieters unter der er niedergelassen ist, bei juristischen Personen zusätzlich die Rechtsform und der Vertretungsberechtigte
B – Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare Kommunikation mit dem Anbieter ermöglichen, einschließlich der E-Mail-Adresse (Pflicht zur Angabe der Telefon-Nummer ergibt sich aus Art. 246a § 1 Abs.1, Nr.2 EGBGB)
C – ggf. die zuständige Aufsichtsbehörde, sofern die Ausübung der Tätigkeit einer behördlichen Zulassung bedarf / ggf. die zuständige Kammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung und der Staat, in dem sie verliehen wurde, nebst berufsrechtlichen Regelungen (z.B. Apotheker, Ärzte, Rechtsanwälte)
D – Umsatzsteuer-ID oder Wirtschafts-ID, sofern vorhanden
ggf. das Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister oder Genossenschaftsregister, in das der Anbieter eingetragen ist und die entsprechende Register-Nummer
Gemäß § 55 Abs. 2 RStV ist bei journalistisch-redaktionellen Inhalten auf der Website im Impressum der dafür Verantwortliche (natürliche Person) mit vollständigem Namen nebst Adresse anzugeben.
E – unbedingt folgende Formulierung ergänzen, diese ist seit mitte 2016 Pflicht !

Online-Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform):
Die EU-Kommission stellt eine Online-Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) bereit.
Hier klicken: https://webgate.ec.europa.eu/odr/main/index.cfm?event=main.home.show&lng=DE

Grundlage: ODR-Verordnung (Online Dispute Resolution)
Verordnung (EU) Nr. 524/2013 über die Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2006/2004 und der Richtlinie 2009/22/EG (§ 1 Abs. 3 AStG)